Fischerstäbe

Das wir hinschwimmen werden, stand schon immer zu Hause fest. Trotzdem muß Silke von Zeit zu Zeit bohren und vorsichtig anstoßen: „Hast du heute Lust?“ …Und dann ist mir das Wasser zu kalt… das nächste Mal möchte ich lieber in der Sonne liegen oder ich habe es gerade wieder im Rücken.
Irgendwann ist der innere Schweinehund dann besiegt. Scheinheilig frage ich Silke: „Kommst du mit zu den Fischerstäben?“
Ehe man sich versieht ist sie dann im Wasser. Ich gebe mir natürlich Mühe mit dem Tempo, das mir Silke vorlegt, Schritt, d. h. Schwimm zu halten. Wenn ich dann außer Atem bin und die erste kurze Ostseewelle wieder aus der Luftröhre entlasse, ist aller Ehrgeiz dahin.
Auf dem Rücken schwimmen und zum Strand zurückblicken. Der rote Sonnenschutz leuchtet herüber. Ob die wohl hergucken? Ohne Brille kann ich es nur raten. Also winken. Ja, tatsächlich, da winkt Ingrid zurück.
Hier draußen ist das Wasser doch erheblich kälter. Ich versuche, ganz flach auf dem Wasser zu liegen. Es ist ein herrliches Glücksgefühl im klaren, grünen Wasser bei blitzender Sonne, Seite an Seite mit seiner Tochter in der kühlen Ostsee zu schwimmen.
Abschätzender Blick nach vorn und zurück zum Strand. Der Abstand ist ungefähr gleich weit. Vor uns wird das Wasser dunkel. Es kommt von dem Algenbewuchs und dem Seegras am Meeresgrund.
Wir rufen uns zu, daß wir hier nicht gerne schwimmen. Irgendwie unheimlich und kälter ist das Wasser auch, als wenn man über hellem Grund schwimmt.
Der Fischerstab ist erreicht. Natürlich ist Silke als erste da. Grün und glitschig ist das Holz, soweit es von dem Wasser erreicht wird.
Wir klammern uns fest und winken zurück zum Ufer. Auch Silke kann ja ohne Brille nur so im Groben erkennen, ob uns Bewunderung herüber winkt.
So, und nun zurück. Es ist viel weiter als hin. Auch jetzt ist Silke immer ein Stück voraus.

Endlich. Der Untergrund wird wieder heller. Ich tauche schon einmal unter. Den Grund erreiche ich noch nicht.
Also, noch ein ordentliches Stück kraulen, Rückenschwimmen und wieder tauchen. Ja, mit dem großen Zeh war ich auf dem Grund. Noch eine Strecke und ich kann die Beine wieder auf ihre angestammte Weise einsetzen. Nur meine tapfere Silke findet es ungerecht, daß sie immer noch schwimmen muß.
Durch das knietiefe Wasser, schön spritzend an den Strand laufen, bibbernd hinter den roten Windschutz mit dem Badelaken rubbeln, unheimlich Stolz darauf sein, die Fischerstäbe hinter sich gebracht zu haben, liege ich dann in dem heißen Sand.
Wenn ich mich auf den Rücken drehe, und in die strahlende Sonne blinzel und den Sonnenbrand auf den Füßen merke, kann es sein, daß ein kleiner, süßer Schmerz zwischen Brust und Bauch zu spüren ist.
Es ist dann einer dieser kurzen Augenblicke in denen mir die Herrlichkeit des Daseins oder das Glück zu leben ganz intensiv bewußt wird.
Und dann kommt wieder eine dicke graue Wolke und schiebt sich vor die Sonne, oder so ein kleines Monster in der Nachbardüne beginnt mit seinem antiautoritären Gebrüll.

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Mittagspause

Solange Ingrid noch zu Hause und die Kinder noch klein waren, kam ich mittags zum Essen.
Im Winter scheint die Sonne, wenn sie denn scheint, zur Mittagszeit in das Wohnzimmer. Sie bildet auf dem Teppich ein Rechteck, so groß, daß ich mich satt und müde darauf lang machen konnte.
Dieser warme Platz hatte es auch jedesmal Mareile angetan.
Kaum war ich eingeschlafen, kam sie angekrabbelt, legte sich auf meinen Bauch, steckte den Daumen in den Mund und nuckelte nach Leibeskräften. Mit dem Schlafen war es dann für mich vorbei, mußte ich doch meinen Atemrhythmus ihrem Hecheln anpassen, um sie nicht von mir herunter rutschen zu lassen.
Viel zu schnell war dann die kurze Mittagspause vorbei.
Inzwischen ist eine Wiederholung nicht mehr möglich. Erstens nuckelt Mareile nicht mehr, zweitens wäre sie mir zu schwer und drittens, viertens und so fort, wohnt sie in Ahrensburg und ich bin längst Rentner.

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Sommer… Urlaub… Glücksgefühl.

Warmbadetag.
Auf dem Rücken schwimmen.
Die rote Abendsonne wirft goldene Reflexe an die Kachelwand.
Der Himmel ist noch ganz hell durch die Glaswand zu sehen.
Mareile kommt angeschwommen. Wir spielen abschleppen. Sie liegt auf meinem Bauch, die Arme auf meiner Brust verschränkt. Ich habe zu tun uns beide über Wasser zu halten.
Das warme Wasser, der kleine, zappelige Mädchenkörper, die Freitagabend Stimmung erfüllt mich bis in die kribbeligen Zehen…
Schweigendes Spazierengehen am Hohen Elbufer durch den Buchenwald im Herbst oder Winter. Mit dem Fahrrad laut singend durch die Feldmark oder an der, in der Sonne glitzernden Elbe entlang nach Tesperhude fahren.
Das Gefühl der Freiheit macht die Brust weit.
Klönen am Abendbrottisch.
Nochmaliges Durchsprechen von gemeinsam erlebtem. Sich freuen, wenn die Kinder oder Ingrid gleicher Meinung oder Ansicht sind oder das Gleiche als schön empfunden haben.
Das große Feierabendgefühl nach einer hektischen und arbeitsreichen Woche am Freitagabend.
Sich in die Kissen kuscheln und noch einmal zum x-ten Male murmeln: „Frau Roos hat ja so recht. Eins der schönsten Dinge auf der Welt ist das ins Bett gehen. Richtig müde und das ganze Wochenende noch vor mir.
Den sternklaren Winterhimmel betrachten. Die atemlose Ergriffenheit, die mich dann umfängt und für einen Moment, einen kurzen Augenblick gefangen hält.
Genauso, wenn sich plötzlich der Ausblick auf das Meer auftut, bei der Wanderung durch den Klintenwald auf Møn. ………………………..traumhaft!

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Loreley

Es sah nach Regen aus, und das tat es dann auch heftig auf der Autobahn bis Hamburg.
Auf dem Rathausmarkt fand eine „Ossi-Zelt-Touristik-Werbewoche“ statt, was der Anlass für uns war, hierher zu fahren.
Viele Prospekte, zwei Gläser Sanddorngellee, eine Buddel Sanddornwein aus Ludwigslust tragen sich schwer in einem Leinenbeutel aus Brandenburg. Wir haben das Gefühl. die lieben Ossis müssen die Präsentation ihrer Erzeugnisse noch üben und versuchen deshalb eine Rathausführung zu erhaschen. War wohl nix! „Heute keine Führungen!“. Basta!
Die Sonne kam wieder durch und bei Ingrid der „Miniaturpuppenstuben-Trieb“.
Erster Anlauf in den Alsterarkaden, nicht ohne nostalgische Erinnerungen vor dem Bernsteinladen zu pflegen. Und mit neidvollen Blicken auf Pyrite aus Lägerndorf im Mineralogischen Zentrum zu gucken. Der Spielzeugladen hier, hat nicht viel zu bieten. Deshalb zielstrebig, nach kleinem Schlenker an den Alsterschiffsanleger (viel zu teuer!) gelangen wir in die „Puppenstube“ im Valentinskamp. Ein riesiges Angebot in den Schubladen, Regalen und Schaukästen dieser ehemaligen Apotheke. Doch der gusseiserne Bullerofen scheint zu groß für Omas Wohnzimmer.
Zum Dammtor ist es nicht weit und das Wetter schön, wie unser Hamburg… Zeit für eine Eiswaffel und eine Bank im Botanischen Garten. Im Tropenhaus können wir unseren Brandenburgbeutel magels eines Zweimarkstückes nicht deponieren. (weshalb haben wir eigendlich keinen Rupsack mitgenommen?)
Also schleppen wir uns durch den Urwald und bewundern Wasserschildkröten, Bananenstauden, Kaokaobohnen und Riesenfarne. Wir versprechen uns, wenns blüht, hier noch einmal her zu fahren.
Der Rückweg führt uns durch die Colonaden mit ihrem Südländischen Flair, obligatem Fischessen und der herzerweichend weinenden Paula. Auf dem Weg liegt dann auch noch das Hanseviertel und selbstverständlich der Puppenladen Nr. 3. Die letzte Station in Sachen Miniaturpuppenpassion, bietet sich für Ingrid bei Sportkarstadt am Anfang der Mönkebergstraße.

Also wird HJR (der einem ja die Ruhe nimmt) zwischen Peek+Cloppenburg und dieser “letzten Gelegenheit” auf einer Bank geparkt.
Das Gleiche geschieht mit einer Japanerin. Sie ist ziehrlich, wie auch ihr Mann und der etwa 10jährige Sohn. Die beiden “Männer” wollen, anscheinend ohne Mama, noch einmal wg. Pokémon, Diddelmaus oder Pommes-weiß-rot in das Kaufhausgewimmel.
Mama hat also Zeit in aller Ruhe ihre Plastiktüte zu inspizieren.. Ein Teil nach dem anderen wird herausgezogen, beäugt, hin und her gewendet und wieder eingetütet. Sie scheint sehr zufrieden mit den Einkäufen. Auch meine Neugier ist befriedigt, so dass ich mich wieder den Tauben zwischen meinen Füßen widmen kann, Es gibt viel zu picken . Sie nicken mit den Köpfen unablässig und wie es mir scheint, im Tackt zu einer, mit hoher Stimme gesummten Melodie.
Ich mag mich nicht zu meiner Japanerin herum drehen, denn von ihr kam diese “Musike”. In der spiegelden Schaufensterscheibe sehe ich, dass sie in einem Notenheft blättert. Und nun wende ich mich doch zu ihr, um zu erkennen, sie ist dabei, die Noten zur “Loreley”, (ich weiß nicht, was soll es bedeuten…) zu entziffern. Summt ganz hoch und fast richtig die Melodie… nächste Seite: Ein Jäger aus Kurpfalz, dann: Guten Abend, gute Nacht… der Mond ist aufgegangen… so selbstversunken, so anrührend… mir stellen sich die Häärchen auf den nackten Unterarmen auf.
Gern hätte ich ihr bei einigen Liedern geholfen, doch kann ich Japanisch? Oder Koreanisch?
Drum lass ich es, aber schön war’s, wie auch dieser Sommertag in unserem Hamburg.

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Die Uhr

Ne, nicht die von Löwe, die von Klimi ist gemeint. Wir, das heißt Ingrid und ich waren bei Wilhelm und Grete Klimkeit in Bergedorf eingeladen. Er pflegte so seine Posaunenchor Bläser an sich zu binden.
Zwischen Streußelkuchen und Judenfisch klönten wir und erzählten von der alten Uhr bei Otto in Bad Nenndorf. Und dass Otto diese Uhr, obwohl in der Waschküche hängend, nicht verschenken wollte.
Es muss Ende der 50ger Jahre gewesen sein. Niemand damals hatte Interesse an so alten Dingen, es musste alles modern, stromlinienförmig, oder aus Kunststoff sein. Klimi verstand unsere Liebe zu alten Uhren: „Ich habe so eine alte Pendeluhr auf dem Speicher… wenn ihr sie haben mögt?“ Natürlich „mochten“ wir. Und sie ging sogar noch!
Sorgfältig habe ich den Fliegendreck der Jahrzehnte entfernt, den Pendel mit Sidolin geputzt, das Jugendstil Gehäuse mit Möbelpolitur zu neuem Glanz gebracht. Seitdem hängt sie nun im Wohnzimmer bei uns.
Sie verliert, wenn die Federspannung nachläßt und gewinnt, wenn sie gerade aufgezogen wurde. Irgendwann brach der Minutenzeiger beim Uhrenstellen ab.
Ein Buchbinder klebt bekanntlich alles, und so habe ich aus schwarzem Plastik einen Zeiger ausgeschnitten und auf das Bruchstück geklebt. Das Ticken und der Gong sind ein Teil unseres täglichen Wohlbefindens geworden.
Die Jahre zogen ins Land, eine gründlich Reinigung und endlich neue, heile Zeiger waren angesagt. 1999 trug ich die Uhr zum Uhrmacher. Im Februar 2000 rief er an: Eine Grundüberholung sollte 600.- DM kosten. Wir beließen es bei einer Reinigung und Reparatur der Zeiger… Und im März konnte ich unsere Uhr dann abholen.
Ein „stückweit Lebensqualität“ schlägt und tickt wieder bei uns im Wohnzimmer. Es ist, als wäre ein Familienmitglied nach langem Auslandaufenthalt heimgekehrt.
Tick-tack-tick-tack-dong!

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Hörbilder Farbklänge helle Farben laute Töne hören und sehen

Ein- und Ausdrücke, Adjektive, Attribute,
Seh- und Hörerlebnisse.

Das Mozartorchester mit Anna Preiß-Bator und dem Solohornisten Hermann Baumann musizierten in der Hamburger Musikhalle. Sie spielten unter anderem das Hornkonzert D-Dur von Telemann. Ich erkenne sofort die Melodie von unserer CD wieder.
Ein Schauer läuft mir den Rücken herunter. Ich schließe die Augen, sehe nicht mehr Frau Bator und Hermann Baumann, nicht den schütteren Hinterkopf meines Vordermannes, sondern sitze auf der Terrasse von Ellis auf Møn und aus dem Fenster perlen die Telemannschen Hornkonzerte. Blauer Himmel. Die Feldlerche jubiliert gegen die Kunsttöne an.
Schnell ist das Bild wieder erloschen. Hat da nun der dickliche Nachbar gehustet oder der hagere Hintermann seinen Knister-Bonsche geräuschvoll ausgewickelt?
Klänge werden zu Bildern.
Im Haus im Park wird es dunkel und so wie die Helligkeit abnimmt, verstummt auch das Geraune, letzter Hustenanfall, der Vorhang rauscht zur Seite. Das Spotlight hebt aus dem naturalistischen Bühnenbild den schlafenden Darsteller auf dem Lotterbett hervor.
Das Publikum stöhnt ein bewunderndes „aaah!“ Leise genug um die ersten Worte der Schauspieler zu hören, aber auch laut genug, um uns zu stören, denn wir fanden das Bühnenbild eher scheußlich!
Wie oft bleiben wir bei unseren Wanderungen am Hohen Elbufer stehen, weil wir das Tackern des Buntspechtes hören. Haben vor dem geistigen Auge, wie er schnell mit spitzem Schnabel auf die morsche Stelle im Baum einhämmert, kurz unterbricht, mit dem einen, dann dem anderen Auge sein Werk betrachtet, und schon tackert er weiter.

Hüpfend, kurz mit den Flügeln flatternd, springt er um den Stamm herum, oder höher hinauf und nun sehen wir, was sich vorher in unserem Kopf abgespielt hat:
Schwarzweiß mit rotem Häubchen und roten Federn unterm Schwanz… den Buntspecht!
Höre ich das „zizizizizizidäää“ einer Goldammer, muß ich nicht erst die Augen schließen, um mir den Dornbusch mit der Goldammer auf dem höchsten Zweig, am Strand von Pollerup auf Møn vorzustellen.
Und überhaupt… der Gesang der Vögel!
Das Lied der Nachtigallen am Strand von Nordfeld oder hinter dem ehemalige Hartsandsteinwerk am Geesthachter Hafen.
Der Kuckucksruf im Juni, wenn ich im Schrebergarten bei herrlichstem Sonnenschein auf der Liege liege.
Das Kreischen der Wildgänse, wenn sie im Vorfrühling über die Elbe in den Norden ziehen. Eigentlich schön keilförmig, doch sehr oft schlecht geordnet.
Das wütende Schnattern und klatschende Flügelschlagen, wenn sie von uns am Elbufer gestört auffliegen, und dann laut klatschend im freien Wasser wieder ihre Kreise ziehen.
Ich sehe den freundlichen Griechen mit seinen Ziegen in den Bergen auf Samos und höre das Gebimmel der Glöckchen, spüre die heiße Sonne und rieche den Duft des wilden Thymians und bin doch nur an der Schafherde am Altengammer Deich vorbeigefahren….
Und dann die unangenehmen Geräusche mit ihren dazu gehörenden Bildern:
Der vergebliche Versuch ein Auto zu starten.
Wie oft habe ich während Mareiles Lehrzeit morgens mit dem Ohr bei ihr an dem kleinen Fiat geklebt, bis dann endlich nach dem zehnten oder dreizehnten Mal, ein sonores Brummen anzeigte:
Der Motor läuft!
Der schrille Pfiff einer Trillerpfeife führt mich sofort zurück auf die Griechische Museumsinsel Delos.
Ich wollte die berühmten Löwen auf den Kodak Gold 200 bannen. Ein rotweißes Flatterband sollte die Touristen in geziemendem Abstand zu den Figuren halten.
Für mich kein Hindernis, doch für die griechische, deutschsprachige Reiseführerin der Grund, mit ihrer Trillerpfeife mich in die Schranken zu weisen.

Aber zurück zu den schönen Klangbildern:
Aus A. Mozarts Konzert für Flöte und Orchester, C-Dur Kv. 299, zaubert mir das Allegro sofort den Dianatempel im Münchner Hofgarten beim Besuch bei Silke vor mein geistiges Auge.
Spielte hier doch ein Straßenmusikant auf einer Klarinette dieses Konzert zu dem Orchesterauszug vom Tonband.
Und wir ließen es uns auf einer grünen Bank am Brunnen zwischen den Rosenhecken in der Septembersonne gut sein.
Das dumpfe Klappen, wenn nach Ende des Chorals im Gottesdienst in der St. Petri und Pauli Kirche in HH-Bergedorf die Gesangbücher zuklappen, oder aber das Schönste, wenn das Enkelkind sich an die Oma drückt und leise flüstert „Meine, liebe, liebe Omi.“

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Geschafft! …in Rente

Endlich!
Erst die Monate, dann die Wochen… die Tage und noch die letzten Stunden…
Und dann der Beginn des dritten Lebensabschnittes.
Ein neuer Anfang… kein Ende!
Der Einkaufs Chef von der Teppichfabrik,  hatte das erste Glanzlicht bei der Vorstellung meines Nachfolgers als Kundenberater gesetzt. Und die überreichte Brücke, ein Mogul, lag 8 Jahre lang als “Heinzi” bei uns im kleinen Flur.
Am letzten Arbeitstag, Freitag, 10. Dezember 1999, soll es gegen 11.00Uhr ein Sektfrühstück geben. Der “ Schlachter von Nebenan“  liefert die halben Rundstücke und Schlecker hat MM im Angebot. Ich habe Brassat dazu gebeten und Mico hat überraschend Herrn Moll mit ’ner Buddel Champus und einem netten Schreiben geschickt. Christel gibt sich mit ihrer Gehhilfe die Ehre, und als wir schon angefangen haben, kommt Gregor Bator, um das Foto für die Zeitung zu machen.
Ich bedanke mich für die lange Zeit mit der Firma Flügge, und als ich auf die eher traurigen Kapitel zu sprechen komme, zerdrücken wir dann auch noch ein paar Tränen. Auch Hans-Jürgen Flügge kann seine Rührung nicht verbergen und rettet sich mit der Übergabe eines Präsentkorbes darüber hinweg.
Peter schmettert das Largo von Händel und meint, er wisse nicht, ob’s passt, und schmettert dann doch: “Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n!”
Detlef  überreicht mir einen Gutschein der Kollegen/innen, mit der Maßgabe, ich solle mir dafür ein Kurbelradio für den Garten kaufen, denn sie wüssten von meiner Abneigung gegen den Strom aus Kernenergie.
Ja und dann sind es noch 3 ¼ Stunden bis Feierabend.
Ich schneide das Profimago für den KZ-Prospekt, loche die Sätze für Puttfarken und freue mich, dass ich den Druckereischlüssel endlich losgeworden bin… und den Druck, in allen Formen seiner Auslegung
Geschafft!

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SLUT!

Auf einem dänischen Servierteller für Smørebrød erschien, wenn alle Brote aufgezehrt waren, das Wort: SLUT!
Und so ist auch hier SLUT!
Ich habe zwar noch mehr auf dem Kerbholz, doch einmal muss Schluss sein.
Es grüßt herzlich, euer Hannsel

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