Im September 1988 waren wir in Tunesien in der Oase Zarzis. Im Reiseprogramm erwartete uns eine Wüsten Safari mit Landrovern. Immer 9 Touristen und der einheimische Fahrer. Eng war es, robust war es, heiß war es. Die Mitfahrer waren jung und gut drauf, auch mit dem Mundwerk. Der Tunesier sprach und verstand unser Deutsch und ließ eine Kassette mit seiner arabischen Folklore laufen. Für unsere ungeübten Ohren sehr gewöhnungsbedürftig. Einer der jungen Burschen traute sich und fragte den Fahrer: „Haste auch europäische Sachen auf deiner Kassette?“ Hatte er! Den Bolero von Ravel. Und die Piste wurde immer schlechter und der Bolero nahm kein Ende. Und wir flogen auf unseren Sitzen umher. Da meldete sich unser „Retter“ wieder: „Wenn du mit deiner Musik besser fahren kannst, mach den blöden Bolero bitte wieder aus!“ Großes Gelächter! Auch der Fahrer griente sich in den Bart.
Zu Hause und seit etlichen Jahren hören wir tagsüber das Klassik Radio. Und da kommt mit konstanter Regelmäßigkeit Mozarts Kleine Nachtmusik, Beethovens 5., Smetanas Moldau, Händels Feurwerksmusik und, und, und… und eben der Bolero von Ravel. Ich drehe ihn dann leiser und sitze in der Tunesischen Wüste im Landrover.
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eine schöne Geschichte, so einfach kann einen die Musik verhagelt werden und sei es in der Wüste mit Sand und Schweiß
Ja, so isses! doch es gibt schlimmeres 🙂
Nette Geschichte, ich konnte mir alles gut vorstellen und habe laut gelacht 🙂
liebe Grüße
Danke, liebe Karin, dann haben meine Dönsches ja ihr Ziel erreicht 🙂
Du bist also in der Wüste beim Bolero…….ich hingegen in Nepal am Lagerfeuer, Ich hatte klassische Musik, damals noch als Kassette im Walkman, dabei. Ein einheimischer Sherpa hatte sich den Walkman ausgeliehen, hörte eben diese Kassete mit Klassikhits. Den Bolero kannte er, lachte mich an und sagte wissend: Bolero von Ravel…..
Danke liebes Bayerle, uns verbindet mehr als der nervige Bolero und wir sind stolz auf unsere Direktorin 🙂 grüßt dich dein oller Pabbe
erst heute bin ich auf deiner Seite gelandet.
Deine Geschichten gefallen mir.
Vieleicht besuchst du mich auch mal.
http://lilofee3.wordpress.com/
Viele Grüße von Lilofee
Na toll, bis eben verband ich den Bolero mit ganz anderen Begebenheiten… 😉
Zum „Bolero“ habe ich gleich zwei Assoziationen:
1.) In den 80er Jahren schwärmte ein Freund von mir in den höchsten, nein, den allerhöchsten Tönen von dem Film „10 – Die Traumfrau“ mit Bo Derek. Besonders angetan hatte es ihm, dass Bo Derek zum Bolero „exzessive“ Liebesszenen zu mimen hatte. Also ging ich zusammen mit einer Freundin neugierig ins Kino. Und was soll ich sagen….wir fanden den Film langweilig und bedeutungslos. Und Bo Derek schien uns damals nicht die beste Schauspielerin der Welt zu sein.
2.) Der „Bolero“, gespielt von den großartigen Rockmusikern Jeff Beck und Jimmy Page. Nun, Jeff Beck hatte sicher nicht den Anspruch, eine authentische Darstellung von Ravel zu geben, hat aber genau den richtigen Punkt getroffen. Leider gibt aber die Digitalisierung auf CD nicht mehr wieder, was auf LP zu hören war und erst recht nicht, wie dies live klang.
LG von Rosie
Jo, im Hotel (Neckermann 1985) in Zarzis, zu jeder Mahlzeit den Bolero !!!!!!!!!! Obwohl auch ich Klassikfreund bin…………………..D A S ging zu weit.
Die Wüstentour haben wir auch gemacht, aber nach Touzeur geflogen, mit Bus zurück, in Douz übernachtet (ehem. Camp der Fremdenlegion) Ritt auf dem Kamel in die Abendsonne in die Wüste………Alles hoch interessant!!
Jo, auf wackeligen Kamelrücken in die untergehende Sonne und dann in einer heißen Quellel einer Oase neben gefühlten 100 000 Fröschen gebadet. ( aber was ist das alles gegen unsere heißgeliebe Insel Møn? 🙂 s. a. http://www.familie-recksiek.de
nun ja , Mo°n heff ick funnen, DK , aber wie is dat dor op de , Din Insel ??Fohrn jemmm över Fehmarn ? Oder mit Schipp? Hest Du ok een Huus dor ? Sowiit ropp wer ick noch nich, Alsen , jo , un Appenrade un de Westküst kenn ick. Veele Gröte , Kuddel
Also, min leven Kuddel: Wie föhrt mit’m Auto no Puttgarden op Fehmarn und dann mit de Fähre no Rødby. Und dann öber de lütten Insel der dänischen Südssee op Brücken und nen Tunnel na Møn. Dat duert von Geesthacht bis Puttgarden twee Stünn. De Fähre brukt ne kappe Stün. Und bis Mø sind dat noch mal twee Stün. Use Ferienwohnung hebt wi jümmers in Klintholm Havn. Bid denn, Hannsel
hallo, wunderbar, deine seite – es gibt doch immer noch ein paar interessante und gute leute im internet. weiter so.
Doch, doch, lieber Phillip, es gibt sie noch 🙂 Schönen Mai, Hannsel
Alles Gute für dich und weiterhin viel Spaß in dem Wonnemonat Mai…
Ich werde bei gutem Wetter lieber draußen in der Natur sein.
Ab und zu schaut Lilofee bei dir vorbei, um dich zu grüßen…
Danke, für die lieben Maiengrüße! Jo, nun geht’s wieder ins Grüne. Herrlich! Lass es dir gut gehen, Hannsel
Oh ja ich kann mir gut vorstellen, wie es im Jeep war, und dazu Bolero, das geht garnicht.
Ich habe solch einen Tripp auch schon mitgemacht, fand ihn aufregend und interessant.
Heiss, staubig und arabische Musik, aber so ist es halt. Ich habe arabische Freunde eingeladen mit in die Oper zu gehen, das widerum ist nun garnicht fü arabische Ohren.
Si ist es hat, alle Menschen und Kulturen sind verschieden.
Liebe Grüße
Angelika
Hallo Hans-Joachim,
über Margarethe bin ich auf deinen Blog aufmerksam geworden. Du schreibst sehr angenehm und es ist zu spüren, dass du gerne schreibst. Vielen Dank für diesen guten Beitrag. Mach weiter so und ich würde mich freuen, wenn du auch Fotos magst und dir meinen Blog auch ansehen möchtest.
Ich wünsch Dir einen fröhlichen Tag!
Wieczorama (◔‿◔) | Mein Fotoblog
Danke! Jo, natürlich schaue ich bei Dir rein. Und dieses sofort :-))